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Cover vom Bilderbuch „Ein Kuss für Willi Wunderpus“

Ein Kuss für Willi Wunderpus

Ein Kuss für Willi Wunderpus scheint völlig ausgeschlossen. Wer würde so ein Scheusal schon freiwillig küssen, der alten Hummern das Bein stellt und keinen Seepferdchen die Sandburg zertrampelt. Nein, so jemand ist wirklich mit niemandem befreundet, außer seinem Stoffteddy. Als der Kraken mal wieder durchs Meer schwimmt, auf der suche nach einem Opfer, entdeckt er einen Seestern, der gemütlich schläft und offenbar etwas sehr schönes träumt. Sofort nähert sich Willi Wunderpus und versucht ihn zu erschrecken. Doch es klappt nicht. Der kleine Seestern schläft einfach weiter. Dafür wird das große Ungeheuer wach, auf dem er liegt und schläft und vor dem bekommt sogar Willi Angst und schwimmt schnell davon.

Der Seestern bemerkt die Gefahr, den er wird weggetragen und bekommt furchtbare Angst. Er ruft um Hilfe. Willi überlegt kurz was er machen soll und beschließt dann dem Kleinen zu helfen. Dank seiner speziellen Fähigkeiten gelingt es ihm und erhält einen Kuss als Dankeschön. Das fühlt sich so gut an, dass Willi Wunderpus fortan lieber freundlich und hilfsbereit ist, statt die anderen zu ärgern.

Eine sehr schöne Metapher über die Angst, Gefühle zu zeigen und sich verletzbar zu machen. Erst in der Extremsituation, wo schnelles Handeln gefragt ist, schafft es Willi seinen guten inneren Kern herauszulassen und jemandem in Not zu helfen. Mir sind als Kind solche Kinder begegnet, ich habe aber erst als Erwachsene verstanden, warum sie so abweisend und gemein waren. Hätte ich dieses Buch gehabt und meine Eltern es mit mir gelesen, wäre mir die Einsicht wohl früher gekommen und es wäre eine Bereicherung für mein Leben und erst recht, dass der abweisenden Kinder gewesen. Sehr schön und empfehlenswert und mit liebevollen Illustrationen voller Details, die es zu entdecken gilt.

Bis bald,
Deine Nele 🙂

Informationen zum Buch:

Titel: Ein Kuss für Willi Wunderpus
Autorin: Henrike Lippa-Wagenmann
Illustratorin: Betty Conhoff
Verlag: Edition Pastorplatz
Format: Hardcover mit Fadenbindung, durchgehend farbig illustriert, 34 Seiten (21 x 27 cm)
Altersempfehlung: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3-943833-34-8
Preis: 14,00 €

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Cover vom Kinderbuch „Play Yoga. Kinderleicht und tierisch gut“

Play Yoga. Kinderleicht und tierisch gut

Kinder und Yoga? Bei uns ist das bisher noch ungewöhnlich, doch mit dem Kinderbuch „Play Yoga“ finden die kleinen Energiebündel einen tierisch guten Einstieg in die alte indische Körperkunst. Denn diese Positionen sollen nicht lange eingenommen werden, was Kindern meist zu langweilig ist. Es geht darum sie kurz auszuführen und ein bisschen von der Philosophie des Yogas mitzunehmen. Jedes Tier hat eine besonders herausragende Eigenschaft. Beim Löwen ist es der Mut. Die Schildkröte nimmt sich ausreichend Zeit zum Nachdenken. Und das Krokodil kann sich wunderbar entspannen.

Die Illustrationen sind farbenfroh gestaltet, wobei abwechselnd ein Mädchen und ein Junge in der Endposition neben dem dazugehörigen Tier gezeigt werden. Die Anleitungen für jede Übung sind in kurzen und präzisen Sätzen beschrieben und werden um jeweils drei Skizzen ergänzt, die den Ablauf der Übung zeigen. So können auch die Kleinsten schon von der Gelassenheit, der Achtsamkeit, dem Selbstvertrauen und dem bewussten Körpergefühl des Yogas profitieren. Beim Löwen sollen die Kinder laut brüllen, um seine Kraft nachzuempfinden. Das macht den meisten Kindern gewiss von Anfang an großen Spaß und schüchternen Kindern hilft es dabei selbstbewusster zu werden.

Ein schönes Buch, das einen guten Einstieg in die Welt des Yoga bietet.

Bis bald,
Deine Nele 🙂

Informationen zum Buch:

Titel: Play Yoga. Kinderleicht und tierisch gut
Autorin: Lorena Pajalunga
Illustratorin: Anna Láng
Verlag: J.P. Bachem Verlag
Format: Hardcover mit Fadenbindung, durchgehend farbig illustriert, 40 Seiten (19,8 cm x 25 cm)
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
ISBN: 978-3-7616-3255-0
Preis: 12,95 €

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Eins, zwei, drei, die Akrobaten!

Mit dem Pop-up-Buch „Eins, zwei, drei, die Akrobaten!“ üben Kinder spielerisch das Zählen von eins bis zehn. Auf jeder Seite entfaltet sich im wahrsten Sinn des Wortes ein neuer Teil der akrobatischen Aufbauten. Bis die Pyramide steht, gibt es kurze Kommentare der Akrobaten, die gleich auf der folgenden Seiten in Aktion treten. Geschickt gefaltet, ragt die Pyramide mit jeder Seite höher empor. Neben dem Zählen wird außerdem die Freude am Teamsport gezeigt und vermittelt, das man gemeinsam großes Erreichen kann. Als alle zehn Akrobaten übereinander stehen, kommt noch Kater Rufus hinzu und bringt die komplette Balance ins Wanken. Doch zum Glück gehört dieser Zusammensturz zur Show oder wurde einfach nur gut improvisiert. Egal, zum Schluss steht die Pyramide erneut, diesmal getragen vom löwenstarken Kater Rufus selbst.

 

Blick ins Faltbuch „Eins, zwei, drei, die Akrobaten!“

Ein großartiges Buch, das absolut durchdacht in seinen Faltungen ist und viel Spaß beim Erkunden macht. Wieder einmal ist dem Verlag Kleine Gestalten damit ein Buch von hohem ästhetischen Wert entstanden, das gleichzeitig Freude macht. Kinder unter drei Jahren sollte man es jedoch nicht in die Hand geben, sonst ist es wohl schnell kaputt.

Bis bald,
Deine Nele 🙂

Informationen zum Buch:

Titel: Eins, zwei, drei, die Akrobaten!
Autoenr & Illustratoren: Anouck Boisrobert und Louis Rigaud
Verlag: Kleine Gestalten
Format: Hardcover mit Fadenbindung, durchgehend farbig illustriert, 10 Seiten (16,3 × 40 cm)
Altersempfehlung: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3-89955-834-0
Preis: 21,90 €

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Buchcover vom Bilderbuch „Mit Papa allein zu Haus“

Mit Papa allein zu Haus

Mit Papa allein zu Haus kann es so lustig sein. Bei der Elefantenfamilie hat Mama etwas vor und ist für viele Stunden weg. Das nutzt Papa sofort und lässt seine Kinder auf ihm reiten, wirft sie in die Luft und spielt mit ihnen Indianer. Die eigenen vier Wände werden im Handumdrehen zum Abenteuerspielplatz. Und nach dem wilden Spiel geht es ab in die Wanne mit extra viel Schaum. Da werden auch die schmutzigsten Indianerfüße wieder sauber und das Bad gleicht bald einer Wasserlandschaft. Papa singt sogar noch den Popowackel-Boogie und tanzt dazu. Als Mama zurückkommt, ist sie gar nicht begeistert von all dem Chaos. Doch als ihr Mann und die beiden Kinder das neu gelernte Lied vorsingen und gemeinsam tanzen, muss sie auch mitlachen.

Ein herrlich vergnügtes Bilderbuch, dass Papas und Mamas darin bestärkt viel Spaß mit ihren Kindern zu machen und ruhig einmal die Ordnung für eine Weile zu ignorieren. Schließlich ist Kinderlachen doch das Schönste, was es gibt. Reduziert auf die wesentlichen Details und viel Weißraum drumherum, sind die Illustrationen klar und vermitteln die Freude, die die beiden Elefantenkinder mit ihrem Papa beim Spiel haben.

Das Buch wurde in den Niederlanden als Bilderbuch des Jahres ausgezeichnet.

Bis bald,
Deine Nele 🙂

Informationen zum Buch:

Titel: Mit Papa allein zu Haus
Autor & Illustrator: Guido van Genechten
Verlag: J.P. Bachem Verlag
Format: Hardcover mit Fadenbindung, durchgehend farbig illustriert, 28 Seiten (23,5 cm x 29 cm)
Altersempfehlung: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3-7616-3241-3
Preis: 12,95 €

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Unboxing 28 – Kinderbücher

Heute zeige ich dir im YouTube Video „Unboxing 28 – Kinderbücher I Book Haul I Buch Neuzugänge Oktober 2019“, welche Kinderbücher neu bei mir angekommen sind und demnächst besprochen werden. Diesmal sind die Bücher für Kinder von drei bis sieben Jahren. Bei der Elefantenfamilie ist heute großes Spaßprogramm angesagt, denn die Kinder bleiben mit Papa allein zu Hause. Im Zirkus wird eine großartige Shownummer mit zehn Akrobaten geboten, die eine lebende Pyramide bauen. Außerdem gibt es ein Buch mit tierischen Yogaübungen für Kinder, das Spaß macht und die Stärken der einzelnen Tiere betont. Und zum Schluss geht es noch um den Schrecken der Meere – Willi Wunderpus – ausgerechnet er soll einen Kuss bekommen, der sonst immer gemein zu den anderen Meeresbewohnern ist.

Dieses und weitere Videos, kannst du dir auf meinem YouTube Kanal ansehen.

Die einzelnen Besprechungen folgen in den nächsten Tagen. Zur Buchseite mit Bestellmöglichkeit kommst du über den Verlagsnamen:

  1. Mit Papa allein zu Haus – ab 3 Jahren, vom J.P. Bachem Verlag
  2. Eins, zwei, drei, die Akrobaten! – ab 3 Jahren, vom Verlag Kleine Gestalten
  3. Play Yoga. Kinderleicht und tierisch gut – ab 5 Jahren, vom J.P. Bachem Verlag
  4. Ein Kuss für Willi Wunderpus – ab 3 Jahren, vom Verlag Edition Pastorplatz

Viel Spaß mit dem Video!

Hier kannst du durch die bereits erfolgten Rezensionen zu Bilderbüchern, Kinderbüchern und Jugendbüchern stöbern.

Deine Nele 🙂

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Cover vom deutschen Hörbuch „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel García Márquez

Gabriel García Márquez – Literaturnobelpreis von 1982

Wofür erhielt Gabriel García Márquez den Nobelpreis?

Der kolumbianische Schriftsteller und Journalist, der auch unter dem Kosenamen Gabo bekannt war, erhielt den Literaturnobelpreis er „für seine Romane und Erzählungen, in denen sich das Phantastische und das Realistische in einer vielfacettierten Welt der Dichtung vereinen, die Leben und Konflikt eines Kontinents widerspiegeln“.

 

Welches Werk habe ich gehört und warum?

Ich entschied mich für seinen Roman „100 Jahre Einsamkeit“, von dem seit seiner Veröffentlichung 1967 mehr als 30 Millionen Exemplare verkauft wurden und Übersetzungen in 37 Sprachen existieren. Das Werk zählt zu den wichtigsten Vertretern der lateinamerikanischen Literatur und des magischen Realismus. Mir war der Titel geläufig und machte mich zugleich neugierig, was es mit dieser Einsamkeit auf sich hat.

 

Wie bewerte ich den Roman von Gabriel García Márquez?

Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten reinzukommen. Da war diese Gruppe von Menschen, die auszog, um eine neue Stadt zu gründen. Immerzu wurde der komplette Name benutzt, Jose Arcadio Buendia, was auf mich recht distanziert wirkte. Ich dachte, der Mord, den er begangen hat, würde eine Rolle spielen. Doch das ist nur der Grund warum er mit seiner Frau Ursula eine neue Heimat sucht.

Die Tatsache, dass sich die Namen der einzelnen Familienmitglieder über die Generationen so gleichen, war für mich die größte Schwierigkeit. Und bis zum Ende des Hörbuchs kam ich immer wieder durcheinander mit den Verwandtschaftsverhältnissen. Dafür gibt es von mir einen klaren Punktabzug beim Hörgenuss. Kritisch betrachtet, ist es mein Unvermögen mich mit einer Vielzahl an Namen und dann noch so ähnlichen zurechtzufinden. Und das wäre beim Lesen für mich nicht besser gewesen.

Dennoch ist der Roman in seiner Komplexität beeindruckend. Noch nie habe ich die Geschichte eines Landes und im weiteren Sinne sogar des südamerikanische Kontinents so kompakt in einer Geschichte vorgefunden. Und trotz aller Namensverwirrung habe ich den Verlauf sehr gut mitbekommen. Es beginnt mit der Entdeckung, den Eroberungen großer Gebiete und der Kolonialzeit in Südamerika, was im Buch mit dem Fortgang der Buendias und Gründen der Stadt Macondo dargestellt wird.

Dann folgt die Zeit der Republik, die durch den auftauchenden Landrichter gezeigt wird, der Macondo in die staatliche Verwaltung eingliedert und trotz aller Abgelegenheit des Dorfes den Bürgerkrieg auch hierher bringt.

Im dritten Abschnitt wird eine nordamerikanische Bananenfabrik gegründet. Als sich die Arbeiter auflehnen, veranstalten die Arbeitgeber ein Massaker auf dem Bahnhof und vertuschen es anschließend. Das steht für den Beginn des Imperialismus.

Zum Schluss verfällt das Dorf. Der letzte lebende Nachfahre José Arcadio Buendías stirbt, was mit dem Neoimperialismus gleichgesetzt werden kann.

Mich hat das Buch angestrengt mit seinem großen Erzählbogen und all den zwischenmenschlichen Details, die für so viel mehr stehen. Und genau wegen dieser Erzähltiefe hat es mich auch stark beeindruckt. Es erinnert mich an die „Buddenbrooks“ von Thomas Mann und „Die gute Erde“ von Pearl S. Buck, die ebenfalls exemplarisch anhand einer Familie die große Geschichte begreifbar und persönlicher machen.

 

Wie ist das Werk gealtert?

Der Roman ist gut 50 Jahre alt. Da er Vergangenes schildert, hat ihm die Zeit nicht geschadet. Vielleicht würde ein heutiger Autor versuchen die Geschichte schneller zu erzählen, was ich jedoch für schwierig halte. Denn obwohl die Hörbuchfassung knapp 17 Stunden lang ist, dürfte es schwer fallen, die komplexen Handlungen zu straffen, ohne es in ein Sachbuch umzuwandeln. Ich mag die Stimme von Ulrich Noethen und habe ihm über die gesamte Dauer gerne gelauscht.

 

Was kann ich für mein Schreiben daraus mitnehmen?

Das es möglich ist, sehr komplexe Themen in einen Roman umzuwandeln und dadurch leichter verdaulich für den Leser oder Hörer zu machen. Sollte ich jemals ein Buch schreiben, dass ansatzweise in diese Richtung geht, werde ich sehr ausführlich plotten, um den roten Faden nicht zu verlieren. Und in jedem Fall würde ich unterscheidbare Namen für meine Figuren wählen.

 

Hasta pronto,
Nele

 

Projekt: Literaturnobelpreisträger

Zitat von Gabriel García Márquez über Tränen

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