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Cover vom Bilderbuch "Dr. Brumm geht baden" von Daniel Napp.

Daniel Napp – Illustrator und Autor von Kinderbüchern

Welche Altersgruppe spricht Daniel Napp hauptsächlich an?

Daniel Napp deckt den gesamten Bereich der Kinderbücher von zwei bis zehn Jahren ab. Er hat bereits über 100 Bücher gestaltet von Pappbilderbüchern für die Kleinsten über seine beliebte Reihe um den Bären Dr. Brumm für Kinder von drei bis fünf Jahren bis hin zu Detektivgeschichten für Kinder ab acht Jahren. Für Otfried Preußler hat er Geschichten zu „Der kleine Wassermann“, „Das kleine Gespenst“ und „Die kleine Hexe“ neu illustriert.

Welche Ausrichtung hat der Autor?

Daniel Napp weist ein breites Spektrum auf. Da gibt es seine Bücher um Dr. Brumm, der gemeinsam mit seinem Goldfisch namens Pottwal kleine Abenteuer erlebt. Mal folgt ein Missgeschick aufs andere, dann fragt er sich, wie eigentlich sein Fernsehbildübertragen wird oder macht Urlaub auf Hula Hula. Für die Reihe verantwortet er sowohl Text als auch Bild.

Dann hat er für drei Reihen von Otfried Preußler neue Illustrationen angefertigt und damit den Klassikern ein modernes Auftreten verliehen. Dabei ist er ganz sanft vorgegangen. Man erkennt sofort, um welchen Klassiker es sich handelt, die Bilder wirken aber nicht länger „altbacken“. Mir haben seine drei Bücher vom kleinen Wassermann ausgesprochen gut gefallen und ich habe sie lange betrachtet und immer wieder liebenswerte Details entdeckt.

Mit Oliver Scherz hat er bereits für zwei Bücher zusammengearbeitet. Und mit den Schnüffelnasen hat er sogar sein eigenes tierisches Ermittlerteam geschaffen, für das er die Geschichten schreibt und die Bilder gestaltet.

Welche Bücher habe ich gelesen und warum?

Ich habe mir die folgenden Bücher durchgelesen:

Cover von den Kinderbüchern "Drei Helden für Mathilda", "Der kleine Wassermann. Herbst im Mühlenweiher" und "Echte Schnüffelnasen geben niemals auf" von Kinderbuchautor und -illustrator Daniel Napp.

Cover von den Kinderbüchern „Drei Helden für Mathilda“, „Der kleine Wassermann. Herbst im Mühlenweiher“ und „Echte Schnüffelnasen geben niemals auf“ von Kinderbuchautor und -illustrator Daniel Napp.

Auf Dr. Brumm bin ich beim Vorlesen für die Kinder ab vier Jahren gestoßen und habe mir nach dem ersten Buch weitere in der Bibliothek ausgeliehen. Gerade habe ich die erste Geschichte meiner Tochter vorgelesen, die den rundlichen Bären mit großer Vorliebe für Honig und seinem Goldfisch Pottwal sehr mag.

Den kleinen Wassermann habe ich ebenfalls zuerst beim Vorlesen entdeckt und wollte danach unbedingt noch die anderen beiden Ausgaben anschauen. Mir gefiel die Geschichte, aber von den Bildern war ich fast noch mehr begeistert. All die kleinen Details, die die Geschichte ergänzen. Ich war richtig traurig, dass es keine Winterausgabe gibt. Übrigens habe ich bereits einen Artikel zu Otfried Preußler geschrieben.

Die Doppelausgabe der Schnüffelnasen habe ich im Rahmen einer Rezension hier auf dem Blog genauer vorgestellt. Mir gefielen beide Geschichten sehr gut. Ich bin allerdings auch ein großer Hundefan und nun wartet das Buch darauf, dass ich es meiner Tochter in ein paar Jahren vorlesen kann.

Drei Helden für Mathilda rezensierte ich ebenfalls und fand sowohl die Geschichte sehr schön, in der sich drei Kuscheltiere auf den Weg machen, Mathilda zu finden, der sie gehören und die plötzlich morgens weg ist. Dabei passiert ihnen allerhand auf ihrem Weg durch die Stadt.

Wie ist das Werk gealtert?

Anhand der Neuillustrationen für die Otfried-Preußler-Geschichten wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass es doch Sinn machen kann nach mehreren Jahrzehnten Geschichten einen neuen Look zu verleihen. Die Originalbilder sind auch heute noch hübsch, aber sie wirken veraltet und daher eventuell weniger attraktiv. Daniel Napp hat eine Entwicklung in seinem Stil durchgemacht. Einige seiner alten Bücher finde ich aus heutiger Sicht nicht mehr sehr ansprechend, die neuen hingegen alle ganz wunderbar. Mal sehen, wie es in zehn oder zwanzig Jahren aussieht, ob dann seine Bilder zum kleinen Wassermann noch modern erscheinen oder nicht.

Was kann ich für mein Schreiben mitnehmen?

Jedes Buch bringt einen weiter. Und jedes Buch ist immer so gut, wie es zu dem Zeitpunkt sein konnte. Wenn Daniel Napp am ersten Buch immer weiter herumgefeilt hätte, wäre er längst nicht so produktiv. Ja, seine ersten Bücher erscheinen mir nicht so gut wie seine Bücher der vergangenen Jahre.

Das ist aber gar nicht schlimm. Auch ich lerne von Buch zu Buch neu dazu und manchmal mache ich einen großen Entwicklungssprung, zu anderen Zeiten bleibe ich auf einer Art Plateau. Das ist alles gut so.

Das wichtigste ist, dass ich nicht (lange) stehen bleibe und mich immer wieder neuen Buchprojekten widme. Ausprobieren erlaubt. Mal wird etwas erfolgreicher sein, mal ein Herzensprojekt in der Nische. Doch jedes fertiggestellte Buch lässt mich wachsen und macht mich zu einer besseren Autorin beim Nächsten.

Viel Spaß mit den Bildern und Geschichten wünscht Dir,
Nele

 

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Cover vom Bilderbuch "Lieselotte lauert" von Alexander Steffensmeier

Alexander Steffensmeier – Kinderbuchautor und –Illustrator von Kuh Lieselotte

Welche Altersgruppe spricht Alexander Steffensmeier hauptsächlich an?

Alexander Steffensmeier ist ein deutscher Kinderbuchautor und -illustrator. Er stellt die Postkuh Lieselotte in den Mittelpunkt der Geschichten. Lieselotte lebt auf einem Bauernhof mit ihren Hühnerfreundinnen und anderen Tieren. Die Reihe ist für Kinder von drei bis sechs Jahren gedacht.

Auch wenn Kuh Lieselotte noch nicht den Weltruhm von Mama Muh erreicht hat, so begeistert sie doch ein großes Publikum im deutschsprachigen Raum mit Büchern, Hörbüchern und einer eigenen TV-Serie. Die TV-Serie stellt sogar die Grundlage für weitere Bilderbücher von Lieselotte.

Welche Ausrichtung hat der Autor?

Alexander Steffensmeier hat seine Kuh Lieselotte auf einem Bauernhof angesiedelt. Dort lebt sie gemeinsam mit den Hühnern und vielen anderen Tieren und hilft ab und zu dem Postboten beim Austragen, denn das ist ihre heimliche Leidenschaft.

Kuh Lieselotte ist sehr liebenswert, treu und besitzt ein großes Herz. Und selbst als sie mal zum Urlaub aufbrechen will, gönnt sie sich nur ein paar schöne Stunden auf einer nahegelegenen Weide und kehrt dann zum Bauernhof zurück. Denn zu lange hält es Lieselotte einfach nicht ohne ihre Freunde aus.

Auch bei Lieselotte geht es um kleine und große Erlebnisse aus dem Alltag der Kinder von drei bis sechs Jahren. Dazu gehören verstecken, kranksein, Weihnachten feiern, eine Schatzsuche und natürlich Geburtstag feiern. Doch das sind längst nicht alle Themen.

Alexander Steffensmeier hat noch andere Bilderbücher für Kinder illustriert und teilweise auch geschrieben. Doch seit dem großen Erfolg von Postkuh Lieselotte widmet er vor allem dieser Reihe seine Zeit.

Welche Bücher habe ich gelesen und warum?

Ich habe mir die folgenden Bücher durchgelesen:

Cover der Bilderbücher "Lieselotte und der verschwundene Apfelkuchen", "Lieselotte versteckt sich" und "Lieselotte macht Urlaub" von Alexander Steffensmeier.

Cover der Bilderbücher „Lieselotte und der verschwundene Apfelkuchen“, „Lieselotte versteckt sich“ und „Lieselotte macht Urlaub“ von Alexander Steffensmeier.

Ähnlich wie bei Mama Muh, bin ich auf Postkuh Lieselotte beim Vorlesen für Kinder ab vier Jahren gestoßen. Und ich muss gestehen, dass ich ganz am Anfang gar nicht mitbekommen habe, dass es diese beiden Kühe gibt, obwohl sie unterschiedlich angelegt sind. Beim Vorlesen konnte ich keinen Unterschied in der Beliebtheit bei den Kindern ausmachen. Sie liebten sowohl Mama Muh, als auch Lieselotte. Und die beiden Kühe sind sich auch keine Konkurrenz. Bauernhoftiere und Haustiere sind einfach beliebte Charaktere in Kinderbüchern. Und das es bei allen erfolgreichen Reihen eine Weihnachtsausgabe gibt, ist völlig in Ordnung. Jede Autorin, jeder Autor erzählt seine Geschichten auf ganz eigene Art und trägt zur Vielfalt bei. Ich finde das sehr schön und weiß es zu schätzen.

Die Geschichte mit dem Apfelkuchen ist übrigens ganz wunderbar. Denn zum Schluss sitzen alle oben auf dem Baum und verspeisen genüsslich den Apfelkuchen. Eine herrliche Idee.

Wie ist das Werk gealtert?

Das erste Lieselotte Buch erschien 2006, ist also gerade einmal 14 Jahre alt. Da ist noch nicht viel gealtert. Viel mehr ist es bemerkenswert, wie produktiv Alexander Steffensmeier ist. Schließlich verantwortet er die Geschichten und illustriert sie selber.

Seine Bücher sind sehr wimmelig und es gibt auf jedem einzelnen Bild viel zu entdecken. Hier werden weder technische Produkte gezeigt, noch sonstige Bezüge zu einer bestimmten Zeit gegeben. Dadurch wird die Reihe gewiss nur irgendwann in der Zukunft einmal eine neue Typografie erhalten.

Darüber hinaus sind vermutlich keine Änderungen nötig.

Für die TV-Serie wurde der Stil der Grafiken leicht abgewandelt, was bei allen Kinderbüchern passiert, die zu TV-Serien werden. Vermutlich wird in dem Bereich auch eher eine Anpassung des Stils nötig sein, als bei den gedruckten Büchern.

Was kann ich für mein Schreiben mitnehmen?

Da es sowohl Lieselotte, als auch Mama Muh gibt und beide sehr beliebt sind, heißt das für mich, dass ich mich nicht abschrecken lassen muss, wenn eine Idee meinen Geschichten ähnelt. Solange es genug Unterschiede gibt und meine Figuren individuell sind und ich die Geschichten auf meine Art erzähle, kann es mehrere ähnliche Hauptfiguren geben.

Keine Angst vor Duplikaten. Ich muss nicht erst ein Fantasiewesen erschaffen, das noch nie dagewesen ist. Hauptsache, die Figur ist in sich stimmig und die Geschichte passt zum Alter der Kinder.

Viel Spaß mit Postkuh Lieselotte wünscht dir,
Nele

 

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Cover vom Bilderbuch "Eul doch!" von Martin Baltscheit

Martin Baltscheit – Illustrator und Autor von Kinderbüchern

Welche Altersgruppe spricht Martin Baltscheit hauptsächlich an?

Martin Baltscheit hat bereits knapp 70 Bücher für Kinder veröffentlicht. Doch er ist noch viel mehr als nur Bilderbuchkünstler und –autor. Er erfindet und gestaltet Hörbücher, Theaterstücke und Filme. Alles für das wunderbarste Publikum der Welt – Kinder.

Dabei liegt sein Fokus auf dem Alter der Zwei- bis Zehnjährigen und besonders stark im Kleinkindbereich, wo er viele tolle Bilderbücher vorweisen kann. Manchmal ist er Autor und Illustrator zugleich, bei anderen Projekten illustriert er nur oder trägt die Texte bei.

Für ihn geht es immer darum, Kinder zu erreichen und ihnen eine Geschichte mit auf den Weg zu geben, die sie im besten Fall ein Leben lang begleitet, ob bewusst oder unbewusst.

Welche Ausrichtung hat der Autor?

Viele kennen sicherlich seine Reihe um den Löwen. In jedem Löwen-Buch geht es um eine Hürde, vor der auch kleine Kinder stehen. Mal steht das Weinen im Mittelpunkt, das dazu gehört und erlaubt sein sollte. Ein anderes Mal geht es darum, die Angst vorm Wasser zu überwinden und das Schwimmen zu erlernen. Da der Löwe als stark, mutig und majestätisch bekannt ist, eignet er sich natürlich besonders gut, um Dinge anzusprechen, die Kindern (noch) schwerfallen, Angst bereiten oder unangenehm sind. Denn so werden die Schwierigkeiten beim Einschlafen, beim Schreiben- oder Zählenlernen als eine völlig normale Sache dargestellt, eine überwindbare Hürde, die selbst dem König der Tiere eine gewisse Übung oder Überwindung abverlangt.

Welche Bücher habe ich gelesen und warum?

Ich habe mir die folgenden Bücher durchgelesen:

Cover der Bilderbücher "Was soll ich da erst sagen?“ und „Grüne Bande" von Martin Baltscheit

Cover der Bilderbücher „Was soll ich da erst sagen?“ und „Grüne Bande“ von Martin Baltscheit

Die Geschichten vom Löwen sind mir wieder einmal beim Vorlesen in der Bibliothek begegnet. Ein klarer Vorteil vom Ehrenamt, denn dort habe nicht nur ich Bücher ausgewählt, sondern auch die Kinder ihre Wünsche und Lieblingsbücher angebracht. Vom ersten Buch an gefiel mir der Löwe sehr gut.

Die Bücher sind nicht nur schön illustriert, Martin Baltscheit gelingt es zudem, mit wenigen Worten wichtige Botschaften rüberzubringen und das ohne dabei pädagogisch zu sein.

Wie bei allen anderen guten Geschichtenerzählern nimmt er sein Publikum ernst und vermittelt den Kindern über die Geschichte eine wichtige Botschaft. Denn bei Kindern geht es noch viel mehr darum, wie man die Botschaft übermittelt und nicht nur um den eigentlichen Inhalt.

In „Tschiep!“ zeigt er eindrücklich, wie schwierig manchmal die Kommunikation mit Worten ist und zu welchen Missverständnissen es kommen kann.

In „Eul doch!“ geht es um eine kleine Eule, die nicht heulen will, obwohl alle anderen Familienmitglieder ständig weinen. Darin thematisiert Martin Baltscheit das anders sein, dennoch geliebt werden und gleichzeitig die Funktion vom Weinen und getröstet werden.

Das Bilderbuch „Grüne Bande“ beginnt damit, dass grüne Papageien beim Verladen entkommen können und plötzlich in fremder Umgebung umherfliegen. Die farbenprächtigen Vögel fallen natürlich auf. Aber wie ist es so fremd zu sein? Und was wäre passiert, wenn andere exotische Tiere, wie Affen oder Schlangen entkommen wären? Das Buch bespricht das Thema Artenschutz, aber auch die Andersartigkeit auf kindgerechte Weise.

Ein ganz wundervolles Buch ist „Was soll ich da erst sagen?“. Darin hat jedes Tier eine der Elefant einen zu kurzen Rüssel oder die Spinne nur zwei Beine. So überträgt Martin Baltscheit das Thema der Andersartigkeit für Kinder und macht sie offener.

Und im wilden Räuber Donnerpups hat Martin Baltscheit die Bilder geliefert, die ganz wunderbar noch zusätzliche Geschichten über den bestehenden Text hinaus erzählen. Ich finde die Serie übrigens sehr witzig.

Wie ist das Werk gealtert?

Das erste und zugleich erfolgreichste Löwen-Buch „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ entwarf und gestaltete Martin Baltscheit 2002. Es erfreut sich großer Beliebtheit und ist in vielen verschiedenen Ausgaben erhältlich vom Hörbuch über das Miniformat bis zur Schultütenausgabe.

Seine Art, wie er Geschichten erzählt ist extrem modern und wird sich daher gewiss noch lang behaupten. Unbedingte Leseempfehlung!

Was kann ich für mein Schreiben mitnehmen?

Einmal mehr bildet eine erfolgreiche Reihe die Basis des Erfolges. Doch in Fall von Martin Baltscheit wird die Reihe um viele exzellente Einzelwerke ergänzt. Und bei Martin Baltscheit scheint es viel mehr der ganzheitliche Ansatz zu sein. Er illustriert und schreibt eben nicht nur Bücher, sondern vertont sie auch, bringt sie auf die Theaterbühne und sogar ins Kino.

Ganz so breit kann ich mich vermutlich nicht aufstellen, aber der vielfältige Ansatz imponiert mir und kommt mir sehr entgegen, da es mir von jeher schwerfällt, mich nur auf eine Sache einzulassen.

Viel Spaß beim Entdecken seiner Bücher wünscht Dir,
Nele

 

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Cover der Bilderbücher "Alle lieben Paulchen" von Kinderbuchautor und -illustrator David Melling

David Melling – Kinderbuchautor und –illustrator der „Paulchen“ Reihe

Welche Altersgruppe spricht David Melling hauptsächlich an?

Der britische Autor und Illustrator David Melling ist vor allem für seine Reihe um den gemütlichen Bären Paulchen bekannt, die sich an Kinder ab vier Jahren richtet. In deutscher Übersetzung sind bereits acht Bücher erschienen.

Seine vier Märchenbücher richten sich ebenfalls an Kinder ab vier Jahren und die Cover sind im gleichen Stil gehalten. Darüber hinaus hat er einige Bilderbücher geschrieben, die als Einzelwerke für sich stehen.

Außerdem gibt es die Reihe „Ritter werden leicht gemacht“ für Kinder ab acht Jahren, die er für die Autorin Vivian French illustriert hat. Sechs Bücher sind bisher herausgekommen.

Welche Ausrichtung hat der Autor?

Beim Bären Paulchen, der im englischen Original „Hugless Douglas“ heißt, geht es um typische Themen für Kleinkinder. Dazu gehören das Einschlafen, der Start im Kindergarten, finden und Umgang mit Freunden, Geburtstag haben und Weihnachten.

Seine Märchengeschichten haben einen ganz eigenen Charme. Da gibt es drei schrecklich gefährliche Wesen – Drache, Hexe und Riese – die gar nicht so schrecklich sind, sondern nur den Schein wahren wollen. Oder das Märchen um den Gute-Nacht-Kuss des Königs für seinen Sohn, der als Luftkuss sein Ziel verfehlt und in einem Wald voller Gefahren landet, wo ihn ein mutiger Ritter mit seinem Pferd wieder herausretten sollen. Kinder brauchen Vielfalt, um sich in Büchern zu finden und in die Geschichten ganz einzutauchen. Schade, dass es die Märchenbücher nur noch gebraucht gibt.

Welche Bücher habe ich gelesen und warum?

Ich habe mir die folgenden Bücher durchgelesen:

Cover der Bilderbücher "Alles Gute zum Geburtstag, Paulchen!" und "Paulchen hat Bärenhunger!" von Kinderbuchautor und -illustrator David Melling

Cover der Bilderbücher „Alles Gute zum Geburtstag, Paulchen!“ und „Paulchen hat Bärenhunger!“ von Kinderbuchautor und -illustrator David Melling

Die Geschichten um Paulchen den Bären haben mir beim Vorlesen so gut gefallen, dass ich unbedingt noch Weitere lesen wollte und in meiner Bibliothek fündig wurde.

Paulchen ist einfach ein extrem liebenswerter Bär, der ein wunderbares Vorbild für Kinder ist. In der Geschichte, wo Paulchen Hunger hat, fressen ihm seine Freunde erst alles weg und er ist nicht gerade erfreut. Aber er reagiert nicht böse, sondern fordert nur sein Recht ein und bekommt am Ende auch etwas ab.

Kinder müssen schließlich erst lernen, ihre Gefühle zu kontrollieren. Und es ist schön, wenn ihnen zugestanden wird, dass sie sich über etwas Ärgern, was der andere meist nicht so bös gemeint hat und zum Schluss eine Lösung für alle da ist.

Die englische Ausgabe „Splosh!“ entdeckte ich zufällig in der Bibliothek und hatte viel Spaß beim Lesen der Reime, die sich um die Zahlen von ein bis zehn drehen und eine kleine Geschichte badender Enten erzählen.

Wie ist das Werk gealtert?

Die Paulchen-Bücher sind zeitlos, da sie weder Technik einbeziehen, noch bestimmte Kleidung oder Moden zeigen. Schließlich steht ein Bär im Mittelpunkt der Geschichte.

Seine Freunde sind so schön quirlig, das gibt den Geschichten einen lockeren Touch. Bestimmt erfreuen sich seine Geschichten noch lange großer Beliebtheit.

Die Märchen hatten hingegen nicht so viel Glück und sind nur noch gebraucht zu erwerben. Das finde ich schade, aber so ist der Büchermarkt. Jedes Jahr erscheinen Tausende neue Bücher und dabei werden viele gute Bücher verdrängt, die keine ausreichenden Verkaufszahlen gebracht haben.

Seine Bücher um das Ritterwerden scheinen da besser anzukommen. Für diese hat er zwar nur die Illustrationen angefertigt, aber bei einem Kinderbuch ist das schließlich die Hälfte der Arbeit und Wirkung auf Leser und Vorleser.

Was kann ich für mein Schreiben mitnehmen?

Dass die Märchenbücher von David Melling nicht mehr neu verfügbar sind, zeigt mir, dass Qualität und Kreativität nicht immer das entscheidende Kriterium für Erfolg sind.

Manchmal hat man einfach Pech. Daher ist es gut, verschiedene Ideen umzusetzen und Energie hineinzustecken. Das erhöht die Chancen Erfolg zu haben und gesehen zu werden und gerade im Selfpublishing kann es sein, dass bestimmte Themen eben nur einer kleinen Leserschaft vorbehalten bleiben. Hauptsache ist das dranbleiben und immer wieder voller Herzblut neue Geschichten entwickeln.

Viel Spaß mit Paulchen, dem Bären, wünscht dir,
Nele

 

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Cover vom Bilderbuch "Mama Muh baut ein Baumhaus" von Jujja Wieslander

Jujja Wieslander – Kinderbuchautorin von Mama Muh

Welche Altersgruppe spricht Jujja Wieslander hauptsächlich an?

Die schwedische Kinderbuchautorin Jujja Wieslander hat gemeinsam mit ihrem Mann Tomas die bei Kindern sehr beliebte Figur der Mama Muh erschaffen. Die Bücher sind für Kinder von zwei bis sechs Jahren geeignet. Viele Bücher hat Sven Nordqvist illustriert, dem ich bereits einen eigenen Artikel gewidmet habe. Bisher sind 15 Bücher in deutscher Sprache über Mama Muh erschienen.

Die Reihe wurde bereits in mehr als 30 Sprachen übersetzt und lässt international Kinder mitfiebern und lachen, wenn Mama Muh wieder ein neues Vorhaben startet.

Jujja Wieslander hat über die Mama Muh Reihe hinaus noch andere Kinderbücher geschrieben, die jedoch nicht ins Deutsche übersetzt wurden.

Welche Ausrichtung hat der Autorin?

Mama Muh ist eine wunderbare Identifikationsfigur für kleine Kinder. Die liebenswerte Kuh erlebt viele Dinge zum ersten Mal, wie Kinder in diesem Alter, vom Schwimmen angefangen über das Bauen eines Baumhauses bis zum Schlittenfahren. Dabei geht auch mal was schief, wie bei den Kindern, aber sie lässt sich davon nicht beirren.

Probieren bis es klappt, lautet ihre Devise und ihre Freundin Krähe ist immer mit dabei.

Welche Bücher habe ich gelesen und warum?

Ich habe mir die folgenden Bücher durchgelesen und angeschaut:

Cover der Bilderbücher "Mama Muh räumt auf" und "Mama Muh fährt Schlitten" von Jujja Wieslander

Cover der Bilderbücher „Mama Muh räumt auf“ und „Mama Muh fährt Schlitten“ von Jujja Wieslander

Mama Muh begegnete mir zuerst beim Vorlesen und wurde von den Kindern gewünscht. Und so gewann ich die Kuh lieb, die mutig ihre Pläne umsetzt und nicht aufgibt, bloß weil etwas nicht sofort gelingt. Im Gegenteil, Mama Muhs Baumhaus hat am Ende viele schräge Latten und ist gewiss nicht perfekt, aber es hält und ist selbstgebaut. Und was macht ein Kind glücklicher, als zum ersten Mal etwas selber zu machen, ohne die Hilfe von Mama und Papa oder anderen Erwachsenen.

Die Illustrationen von Sven Nordqvist passen hervorragend zu der liebenswerten Kuh und ihrer Freundin Krähe. Sie beinhalten viele kleine Details, die es zu entdecken gilt und die die Geschichten noch ausschmücken.

Ich werde nun bald das erste Buch von Mama Muh meiner Tochter vorlesen und freue mich schon sehr darauf.

Wie ist das Werk gealtert?

Das erste Buch von Tomas und Jujja Wieslander „Mama Muh und Krähe“ erschien 1991 in Schweden. Seitdem sind knapp 30 Jahre vergangen. Auf mich wirken sowohl die Geschichten als auch die Illustrationen absolut zeitgemäß. Wie so oft ist es hilfreich, dass der Illustrationsstil keinen besonderen Trends folgt und somit zeitlos schön bleibt.

Gerade wurden Cover und Typographie angepasst. Mir scheint, die Farben sind nun satter. Die eigentlichen Bilder wurden jedoch kaum angepasst.

Ein kleines bisschen werden eben selbst Klassiker dem Zeitgeist angepasst. Damit sie immer der aktuellen Generation von Müttern, Vätern und Großeltern gefallen und gut neben neuen Büchern bestehen können.

Was kann ich für mein Schreiben mitnehmen?

Was mir an den Mama-Muh-Büchern gefällt, ist unter anderem der Dialog und die Interaktion von Mama Muh mit Krähe. Durch ihre Gegensätze wird das Buch spannend und interessanter. Diese Freundschaft, die nicht immer einfach, aber stets wichtig für beide ist, lässt einen schon mit Freude ein neues Buch der Reihe aufschlagen. Denn ich frage mich, was sie dieses Mal wieder anstellen. Eine gute Nebenfigur kann so wichtig sein für eine Geschichte und eine ganze Reihe.

Viel Spaß mit Mama Muh und Krähe wünscht dir,
Nele

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Cover vom Kinderbuch "Der Grüffelo" von mit Illustrationen von Axel Scheffler und Autorin Julia Donaldson

Axel Scheffler, der Illustrator vom Grüffelo

Axel Scheffler ist wohl am meisten für den Grüffelo bekannt. Die kleine kluge Maus, die den Grüffelo erfindet, damit ihr Fuchs, Eule und Schlange nichts zu Leide tun und dann plötzlich vor dem Grüfello steht, kennen Tausende von Kindern. Die Geschichte ist einfach so schön und wie die Maus dann noch dem Grüffelo das Fürchten lehrt, eine geniale Idee. Die Texte dazu stammen von Julia Donaldson, die in die internationale Liste der besten Kinderbuchautoren gehört. Doch da Axel Scheffler und Julia Donaldson so viele Bücher zusammen entwickelt haben, wäre es eine sehr große Dopplung geworden. Da ich ein paar Bücher habe, in denen Axel Scheffler den Text geschrieben und die Bilder gleich mit angefertigt hat, entschied ich mich ihn in die Liste aufzunehmen und Julia Donaldson so mit zu bedenken. In jedem Fall scheinen die beiden eine hervorragende Arbeitsbeziehung zu führen und erschufen wunderbare Kinderbücher.

Welche Altersgruppe spricht Axel Scheffler hauptsächlich an?

Der deutsche Illustrator und Autor kreiert Kinderbücher für die Zielgruppe von zwei bis acht Jahren. Der Grüffelo wurde zu einem internationalen Bestseller mit einer Auflage von bisher 10,5 Millionen Exemplaren und wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er entstand in Zusammenarbeit mit der britischen Autorin Julia Donaldson. Axel Scheffler zog 1982 nach England und ist bis heute dortgeblieben. Neben seinen Kinderbüchern setzt er sich auch für den europäischen Gedanken ein und initiierte das Buch „Zeichnen für ein Europa“ mit, indem Kinderbuchillustratoren aus Europa die europäische Idee in ihren Stärken darstellt und bewirbt.

Welche Ausrichtung hat der Autor?

Axel Scheffler illustriert mit viel Witz und Augenzwinkern. Seine Figuren wirken oft schelmisch. Andere sind naiv und entwickeln aber gerade aus dieser Eigenschaft eine große Kraft. Er schafft es stets, in den Bildern noch eigene kleine Geschichten zu erzählen. Bei Zogg, dem Drachen fliegen die Fische aus dem Teich, in den sich der Drache stürzt, um seinen angebrannten Flügel zu löschen. Bei Räuber Ratte verweist er auf der letzten Seite des Buches auf den Grüffelo, indem es beim Bäcker Kekse vom Grüffelo zu kaufen gibt. Außerdem sind die Schafe die Bäcker und Frau Wolf kauft mit ihren Jungen ein. Beim Riesen Rick tauchen mehrere Figuren aus Märchen auf, wie die Prinzessin mit Frosch und goldener Kugel, und das Schweinchen, das Ziegel holt, um ein stabiles Haus zu bauen, dass der Wolf nicht wegblasen kann. Das macht beim Vorlesen einfach besonders viel Spaß. Selbst wenn das eigene Kind die Märchen und Andeutungen vielleicht noch nicht erkennt, so hat der Erwachsene doch deutlich mehr Spaß beim Anschauen.

Welche Bücher habe ich gelesen und warum?

Ich habe mir die folgenden Bücher durchgelesen und angeschaut:

Cover der Bilderbücher "Pip und Posy" sowie von "He Duda" von Axel Scheffler

Cover der Bilderbücher „Pip und Posy“ sowie von „He Duda“ von Axel Scheffler

Den Grüfello habe ich sowohl oft in der Bibliothek vorgelesen und dabei mitbekommen, welche Freude die Kinder haben, wenn die Maus all die großen und gefährlichen Kinder reingelegt. Und bereits jetzt lese ich das Buch meiner Tochter vor, obwohl sie noch keine zwei Jahre ist. So richtig wirkt die Geschichte auf Kinder ab vier Jahren und sie lieben es den Text mitzusprechen. Das Grüffelokind ist eine schöne Fortsetzung, denn es fürchtet sich vor der kleinen Maus, obwohl es diese nie gesehen hat und nur Schauergeschichten erzählt bekommt, ähnlich alter Märchen.

Um Pip und Posy gibt es eine ganze Reihe. Der Hasenjunge und das Mäusemädchen erleben kleine Alltagssituationen, in denen es ums Miteinander geht. Liebevolle Beispiele um den Umgang mit anderen zu lernen und ohne erhobenen Zeigefinger.

Zogg ist eine schön gereimte Geschichte von Zogg, der fünf Jahre lang zur Drachenschule geht und dabei allerlei Dinge lernt, die eine Drache so können muss. Am Ende fliegt er die Prinzessin und den Ritter umher, und zu dritt sind sie ein Ärztegespann, das anderen helfen will.

Räuber Ratte terrorisiert alle Tiere und raubt ihnen das Essen, bis ihn eines Tages eine zunächst unterlegen scheinende Ente überlistet.

He Duda ist auch so ein unscheinbarer Held. Das Kaninchen fragt sich, was es eigentlich für ein Tier ist, wo es leben und was es essen soll. Und als die Gefahr in Form eines Wiesels auf ihn zukommt, schlägt er es im letzten Moment instinktiv in weite Ferne und wird zum Helden aller Kaninchen.

Axel Scheffler hat auch eigene kleine Bücher geschrieben, wie „Pick, die Henne“ und „Zick, die Ziege“. In der Reihe gibt es noch mehr. Dabei erzählt er eine ganz simple Geschichte des jeweiligen Haustiers und Kinder können einen Knopf drücken, der das jeweilige Tiergeräusch auslöst und somit die Geschichte „miterzählen“ bevor sie selber wirklich sprechen können.

Wie ist das Werk gealtert?

Der Grüffelo ist mittlerweile 25 Jahre alt. Er erschien erstmalig 1995. Die Illustrationen wirken nach wie vor frisch und zeitgemäß. In meinem Empfinden sind sie auch nicht zu sehr einer Mode unterworfen, sondern kindgerecht und freundlich. Man sieht den Figuren von Axel Scheffler sehr gut ihre Gefühlslage an und sein Stil ist leicht wiederzuerkennen. Ich mag seine Illustrationen und sehe mich daran nicht satt, obwohl ich schon viele Bücher von ihm vorgelesen habe und manche sehr oft. Das habe ich auch schon anders erlebt und manche Stilarten werden mir mit der Zeit zu kitschig. Vermutlich wird der Grüffelo noch viele Kinder begeistern und einige andere Werke von Axel Scheffler ebenfalls. Und das ist gut so, denn er bestärkt Kinder dabei ihren Weg zu gehen, sich nicht zu fürchten und denen zu helfen, die schwächer sind. Eine ganz wichtige Botschaft, die gerade Kinderbücher wunderbar transportieren können. Denn je jünger wir sind, desto mehr Einfluss können positive Vorbilder haben.

Was kann ich für mein Schreiben mitnehmen?

Das es sich lohnt, alte gute Geschichten zu analysieren und deren Konzept auf eine eigene Idee anzuwenden. Denn der Grüffelo entstand genau durch so eine Idee. Und das ist dann kein Kopieren, aber ein kreatives Inspirieren lassen.

Viel Spaß beim Entdecken seiner Bücher wünscht dir,
Deine Nele 🙂

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Coverbilder der Bücher „Aufruhr im Gemüsebeet“ und „Pettersson zeltet“ von Sven Nordqvist.

Sven Nordqvist – Vater von Petterson und Findus

Welche Altersgruppe spricht Sven Nordquist hauptsächlich an?

Der schwedische Autor schreibt und illustriert Kinderbücher für die Zielgruppe von zwei bis zehn Jahren. Am bekanntesten ist seine Buchreihe von „Petterson und Findus“. Sie wurde in viele Sprachen übersetzt, unter anderem ins Englische, Russische, Niederländische, Norwegische und Französische. Im schwedischen Original heißt die Reihe „Pettson och Findus“. Insgesamt gibt es bisher 19 Einzeltitel in deutscher Sprache.

 

Welche Ausrichtung hat der Autor?

Sven Nordquist erschafft eine heile Welt. In einem kleinen Dorf lebt der alte Pettersson. Er ist ein bisschen vergesslich und eigen, dafür aber sehr warmherzig. Sein junger wilder Kater Findus kommt jeden Tag auf neue Ideen und steht stellvertretend für die Rolle des Kindes. Er kann sprechen, was aber keiner der anderen Dorfbewohner weiß. Pettersson ist stets gutmütig, erlaubt seinem Kater viel und schimpft nie mit ihm. Außerdem ist Pettersson ein großer Tüftler und erfindet viele tolle Sachen oder hat interessante Einfälle, wie man ein Problem lösen kann.

Sven Nordqvist hat alle seine Bücher selbst illustriert. Auf den Bildern ist Findus oft mehrfach zu sehen. Dadurch kann man seinen Bewegungsablauf nachvollziehen.
Außerdem hat er die Illustrationen zur ebenfalls beliebten Reihe von „Mama Muh“ erstellt, deren Texte Jujja Wieslander und Tomas Wieslander verfassten.

 

Welche Bücher habe ich mir im Detail durchgelesen und warum?

Ich habe mir die folgenden Bücher durchgelesen und angeschaut:

Coverbilder der Bücher „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“, „Eine Geburtstagstorte für die Katze“ und „Ein Feuerwerk für den Fuchs“ von Sven Nordqvist.Sven Nordqvist ist bereits der dritte schwedische Kinderbuchautor, den ich mir genauer anschaue. Er erschafft, wie auch Astrid Lindgren und Gunilla Bergström, eine geschützte Umgebung. Darin können sich Kinder entfalten und lernen. Mit Findus wird nicht geschimpft. Pettersson darf seine Welt selber entdecken. Mal geht das ein bisschen schief, mal greift er sanft ein. Und wenn Findus unbedingt Schokoladenpudding haben will, dann bekommt er den auch. Kinder werden ernst genommen, statt bevormundet zu werden. Das ist ein Grund, warum die Geschichten wohl so beliebt sind. Und so wird der Fuchs auch nur erschreckt, damit er den Hühnern nichts tut, aber nicht zu schlimm. Darauf besteht Findus.

Die Geschichte von Björn Bär hat mich nicht wirklich überzeugt. Björn Bär ist lieb und etwas einfältig und wird zunächst von allen als dumm angesehen, als er nicht weiß, was ein Stuhl ist und wie man darauf sitzt. Später findet er eine Schubkarre und fährt verschiedene Passagiere darin durch die Gegend. Das ist zwar halbwegs lustig, aber irgendwie habe ich nicht verstanden, was Sven Nordqvist mir damit sagen will. Ist auch nicht schlimm. Die Pettersson und Findus Reihe ist einfach großartig.

 

Wie ist das Werk gealtert?

Der erste Band von Petterson und Findus erschien 1984, der aktuellste 2012 im schwedischen Original. Schon damals dürften nicht mehr viele Menschen in kleinen Dörfern gewohnt haben. Die Geschichten zeigen also mehr einen Sehnsuchtsort, den es so nie gab. Das macht nichts. Denn es ist trotzdem vorstellbar. Die kleine überschaubare Welt, die Nähe zur Natur, das geschützte Umfeld, wer will nicht so eine Kindheit haben. Da birgt keine Flause echte Gefahren.

Die Geschichten sind vergnügt. Am Ende schlägt man das Buch zu und fühlt sich sicher und geborgen. Was für eine wunderbare Wirkung. So etwas veraltet nie. Und der Illustrationsstil ist ebenfalls recht zeitlos.

Ich mag die schwedischen Autoren und ihre Vorstellung davon, wie Kindheit sein soll. Freue mich schon auf weitere Kinderlektüre aus dem Land.

Bis bald,
Deine Nele 🙂

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* Dieser Text enthält Affiliatelinks. Das bedeutet, dass ich eine kleine Vergütung bekomme, wenn du das von mir empfohlene Produkt über den Link erwirbst. Für dich ändert sich dadurch nichts am Kaufpreis. Und mir hilft es dabei, die Kosten für den Blog zu tragen und neue Beiträge zu schreiben.

Coverbilder der Bücher „Kleiner Eisbär - Lars, bring uns nach Hause!“ und „Kleiner Eisbär nimm mich mit!“ von Hans de Beer.

Hans de Beer & der kleine Eisbär

Welche Altersgruppe spricht Hans de Beer hauptsächlich an?

Der niederländische Illustrator und Autor hat über 20 Kinderbücher für die Altersgruppe von zwei bis zehn Jahren geschrieben und illustriert. Sein Schwerpunkt liegt bei Büchern für die Vier- bis Achtjährigen. Meist sind die Bücher komplett sein Werk, bei wenigen hat er die Texte anderer Autoren illustriert. Die Kinderbücher von Hans de Beer wurden viel übersetzt, dazu gehören Ausgaben in englischer, spanischer, luxemburgischer, französischer, italienischer, baskischer, walisischer und schweizerdeutscher Sprache.

 

Wofür ist Hans de Beer besonders bekannt?

Seine bekannteste Reihe handelt vom kleinen Eisbären Lars, der am Nordpol wohnt und eine Menge erlebt. Die Reihe beinhaltet bisher elf Abenteuer. Oft werden Themen aus dem Bereich Umweltschutz angesprochen. In einer Geschichte werden Tiere von Menschen gefangen genommen und wegtransportiert. Doch Lars kann mithilfe eines Walrosses alle befreien. Ein anderes Mal sind die Fische in der Bucht verschwunden. Lars findet heraus, dass die großen Tanker dafür verantwortlich sind, die neuerdings ihre Route hier lang verlegt haben. Zusammen mit Robben und Vögeln zerstören sie erst den Funkmast und versenken anschließend die Boje. Die Tanker verirren sich und bleiben fortan weg. Die Fische kehren zurück und alle Tiere haben wieder genug zu essen.

 

Welche Bücher habe ich mir im Detail durchgelesen und warum?

Ich habe mir die folgenden vier Bücher angeschaut und durchgelesen. Meine lokale Bibliothek hat sie im Angebot:

  • Kleiner Eisbär nimm mich mit!
  • Kleiner Eisbär – Lars und die verschwundenen Fische
  • Kleiner Eisbär – Lars, bring uns nach Hause!
  • Der kleine Eisbär und der Angsthase

Coverbilder der Bücher „Der kleine Eisbär und der Angsthase“ und „Kleiner Eisbär - Lars und die verschwundenen Fische“ von Hans de Beer.Hans de Beer hat auch noch andere Tierbücher für Kinder geschrieben und illustriert. Davon kenne ich allerdings keins. Alle seine Bücher erscheinen für den deutschen Sprachraum exklusiv beim NordSüd Verlag.

 

Wie ist das Werk gealtert?

Sehr gut. Das erste Buch vom kleinen Eisbären wurde 1988 veröffentlicht und man sieht ihm das Alter nicht an. Das Umweltbewusstsein ist in den vergangenen 30 Jahren gewachsen. Somit sind die Inhalte eher aktueller geworden. Wenn du den kleinen Eisbären noch nicht kennst und Kinder oder Enkelkinder im passenden Alter hast, dann empfehle ich dir, einen Blick in die Bücher zu werfen.

Bis bald,
Deine Nele 🙂

Projekt: Kinder- und Jugendbuchautoren

Coverbilder verschiedener Ausgaben vom Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry.

Antoine de Saint-Exupéry & Der kleine Prinz

Welche Altersgruppe spricht Antoine de Saint-Exupéry hauptsächlich an?

Sein Hauptwerk „Der kleine Prinz“ scheint Menschen in jedem Alter und überall auf der Welt anzusprechen. Das Buch wurde über 140 Millionen Mal verkauft und in mehr als 180 Sprachen und Dialekte übersetzt. Da es ein Kunstmärchen ist und für Kinder funktioniert, habe ich den französischen Autor in meiner Liste der wichtigsten internationalen Kinder- und Jugendbuchautoren aufgenommen.
Von seinen acht Werken ist nur „Der kleine Prinz“ für Kinder geeignet. Die anderen Bücher gehören zur Erwachsenenliteratur.

 

Wofür ist Antoine de Saint-Exupéry besonders bekannt?

Die meisten werden wohl lediglich den kleinen Prinzen kennen. Dafür vermutlich einige Zitate daraus. Es folgt eine Auswahl meiner Lieblingszitate aus dem Buch:

  • „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
  • „Was vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir.“
  • „Es ist viel schwerer, sich selbst zu verurteilen, als über andere zu richten.“
  • „Alle großen Leute sind einmal Kinder gewesen (aber wenige erinnern sich daran).“
  • „Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen. Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche. Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge? Sie fragen euch: Wie alt ist er? Wie viele Brüder hat er? Wie viel wiegt er? Wie viel verdient sein Vater? Dann erst glauben sie, ihn zu kennen.“
  • „Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr.“
  • „Wenn du mich zähmst wird mein Leben voll Sonne sein. Ich werde den klang deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet.“
  • „Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.“

Coverbilder verschiedener Ausgaben vom Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Aufgelistet werden eine moderne Illustration, das Buch zum Film und die Dialektversion in berlinisch.

Natürlich gibt es noch mehr, doch ich will die Liste hier beenden. Eventuell kennen manche noch das Buch „Wind, Sand und Sterne“. Darin beschreibt er seine Erfahrungen als Pilot. Unter anderem geht es um seinen Absturz in der Sahara und wie er kurz vor dem Verdursten von Beduinen gefunden und gerettet wurde. Diese Erlebnisse verarbeitete er später im kleinen Prinzen. Nur das sie dort am Ende einen Brunnen finden.

 

Welche Ausrichtung hat der Autor?

Es stecken sehr viele philosophische Gedanken in seinem Buch über die Liebe, das Leben und die Freundschaft. Antoine de Saint-Exupéry ist es gelungen, ein Buch zu schreiben, dass zeitgleich für Kinder und Erwachsene funktioniert. Für Kinder ist die Reise fantastisch und abenteuerlich. Erwachsenen wird der Spiegel vorgehalten. Das Buch kann dabei helfen, sich auf das Wesentliche zu besinnen, zu hinterfragen, was wirklich glücklich macht und wieder mehr im Moment zu leben.

 

Welche Bücher habe ich mir im Detail durchgelesen und warum?

Ich habe mir den kleinen Prinzen durchgelesen und ihn selber eingesprochen. Dieser Auseinandersetzung war noch um einiges intensiver, da ich mich mit den Charakteren beschäftigen musste. Zum Glück hatte ich kurz vor Beginn meines Projekts eine wunderbare Inszenierung an den Landesbühnen Sachsen gesehen. Das Stück kam mit drei Schauspielern aus.

Die Geschichte eignet sich dafür, sie immer mal wieder im Leben in die Hand zu nehmen und in Ruhe durchzulesen. Denn es stecken so viele Anregungen in ihr.

 

Wie ist das Werk gealtert?

Hervorragend. Der kleine Prinz ist heute immer noch genauso relevant, wie früher. Da Antoine de Saint-Exupéry eigene Bilder gefunden hat und sich auf charakterliche Grundzüge konzentrierte, veraltet das Werk nicht. Es gibt immer noch den Typ des Lampenanzünders, der akkurat seinen Job macht, ohne diesen zu hinterfragen. Es gibt weiterhin Menschen, denen es lediglich ums anhäufen von mehr und mehr Reichtum geht, wie der Mann, der seine Sterne zählt. Und es gibt weiter Suchtkranke, die sich ihrer Sucht schämen und diese Scham dann mit der Sucht betäuben.

Ein großartiges Buch, dass viel Raum für eigene Interpretationen lässt.

Bis bald,
Eure Nele 😉

Hörbuch vom kleinen Prinzen, eingesprochen von mir.

Projekt: Kinder- und Jugendbuchautoren

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Coverbilder der Bücher „Urmel schlüpft aus dem Ei“, „Gut gebrüllt Löwe“ und „Urmel und die Schweinefee“ von Max Kruse

Max Kruse – Kinder- und Jugendbuchautor

Welche Altersgruppe spricht Max Kruse hauptsächlich an?

Der deutsche Autor schrieb Bücher für Kinder und Jugendliche von 2 bis 17 Jahren, außerdem Gedichte und Reiseberichte. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, ihre Gesamtauflage liegt bei über drei Millionen Exemplaren. Insgesamt schrieb er mehr als 90 Bücher für Kinder und Jugendliche. Seine Mutter war die Puppenkünstlerin Käthe Kruse.

Wofür ist Max Kruse besonders bekannt?

Die meisten kennen wohl mindestens eins der folgenden Bücher:

Er erhielt verschiedene Preise. Dazu gehörte das Bundesverdienstkreuz am Bande und der Große Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.

 

Welche Ausrichtung hat der Autor?

Ich kenne nur die Bücher vom Urmel. Die Reihe umfasst insgesamt zwölf Bänder. Zur Zeit der Dinosaurier legt Mama Urmel ein Ei. Kurz darauf bricht die Eiszeit an, und das Ei wird von Schnee bedeckt und friert ein. Eines Tages wird es zu der Insel Titiwu getrieben, auf der Naturkundeprofessor Habakuk Tibatong mit dem Waisenjungen Tim Tintenklecks und vielen Tieren lebt. Der Professor hat eine Methode entwickelt, Tieren das Sprechen beizubringen. Alle Tiere haben lediglich einen kleinen Sprachfehler. Es gibt das Hausschwein Wutz, Pinguin Ping, Waran Wawa, See-Elefant Seele-Fant und den Schuhschnabel Wusch. Die Geschichten sind mit schönen Ideen gepickt. So erzählt Hausschwein Wutz, das Urmel für seine Mama hält, gerne Geschichten von der Schweinefee.

 

Welche Bücher habe ich mir im Detail durchgelesen und warum?

Ich habe die folgenden drei von Max Kruse gelesen:

Coverbilder der Bücher „Geschichten vom Urmel“, „Der Löwe ist los“, „Antworten aus der Zukunft“ und „Urmel fliegt zum Mond“ von Max KruseIch liebe Schweine. Und so fand ich den Titel mit der Schweinefee unwiderstehlich. Die Bilder sind auch wirklich lustig. Ein dickes Schweinchen mit kleinen Flügeln. Wilde und verrückte Ideen sollen Kinderbücher gerne haben. Gerade wenn manch Erwachsener den Kopf schüttelt über „vermeintlichen Unsinn“ geht die Fantasie bei Kindern erst richtig los.

Mir gefällt das Konzept der Sprachfehler. Max Kruse macht aus der Ausnahme und dem eventuell ausgegrenzten Kind einen völlig normalen Freundeskreis. Indem alle Tiere eine Sprachbesonderheit haben, wird das Besondere zum Normalen. Eine sehr schön Idee, Kindern zu vermitteln, dass jedes Individuum einzigartig ist und das gut ist.

Das Urmel erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Das gilt auch für die Geschichten vom Löwen, die ich bei meiner Stippvisite durch die Bibliothek nicht gefunden habe.

 

Wie ist das Werk gealtert?

Ein großer Teil der Bücher von Max Kruse wird nicht mehr neu aufgelegt. Welche Gründe das hat, weiß ich nicht. Vielleicht passen sie nicht mehr in die Zeit. Die Geschichten vom Urmel und dem Löwen erfreuen sich aber nach wie vor großer Beliebtheit.

Bis bald,
Eure Nele 😉

Projekt: Kinder- und Jugendbuchautoren