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Buchcover vom Kinderbuch "Was wird aus uns?: Nachdenken über die Natur"

Was wird aus uns? Nachdenken über die Natur

Müssen wir die Natur schützen?, fragt Antje Damm und stellt zu dieser Frage eine Zeichnung von einer Straße mit einem entfernten Auto, das auf einen Igel zufährt, der eben diese Straße überqueren will. Links daneben setzt sie ein Foto von einer Grünfläche vor einem Mehrfamilienhaus. Darauf steht ein Schild „Fußballspielen auf dem Rasen ist untersagt“. Antje Damm regt damit Kinder und Erwachsene zum Nachdenken über die Natur an. Nach einer kurzen Einleitung was alles zur Natur gehört, wirft sie über 60 Fragen auf. Jede einzelne Frage ermöglicht lange und kontroverse Diskussionen und Gespräche. Hier wird nur eine Auswahl genannt: Haben Pflanzen Rechte? Wie wäre es, für immer in der Wildnis zu leben? Was können wir von der Natur lernen? Welche Frage würdest du gerne einem Tier stellen?

Antje Damm hat schon mehrere solcher Fragebücher herausgebracht. Wie bei den Vorgängern ist das Buch mit eigenen Illustrationen und Fotos bebildert. Dabei zeigt sie oft, dass es ganz auf die Situation drauf ankommt und ein kurzes „Ja“ oder „Nein“ nicht möglich ist. Sie lädt somit zum Philosophieren an. Und das auf eine ungezwungene Art, die großen Spaß machen kann, wenn man sich darauf einlässt.

Sehr empfehlenswert. Ich werde das Buch in einer der kommenden Veranstaltungen von meinem Buchclub in der Bibliothek ausprobieren. 😉

Bis bald,
Eure Nele 🙂

Informationen zum Buch:

Titel: Was wird aus uns? Nachdenken über die Natur
Autorin: Antje Damm
Verlag: Moritz Verlag
Format: Hardcover, 36 Seiten (17,1 x 17,1 x 1,2 cm)
Altersempfehlung: ab 6 Jahre
ISBN: 978-3-89565-356-8
Preis: 18,00 €

Übersicht zu allen Buchtipps

Buchcover vom Kinderbuch: Petronella_Glückschuh – Tierfreundschaftsgeschichten

Buchtipp: Petronella Glückschuh – Tierfreundschaftsgeschichten

Petronella Glückschuh ist ein selbstbewusstes Mädchen. Sie liebt Tiere, was ihre Eltern oft zur Verzweiflung treibt. Denn manchmal vergisst Petronella vor lauter Eifer alles um sie herum.

In Band fünf der Reihe erlebt sie eine Menge Abenteuer. Sie stellt den Dieb mit der Maske, rettet ein paar Langohren und bewacht gemeinsam mit Oma Anneliese den Falkenhorst vor Eierdieben.

Außerdem schwimmt sie mit Guppys und erfüllt ihrer Henne den Traum vom Kükenglück. Und dann befreit sie noch eine Blindschleiche aus gierigen Schnäbeln.

Hündin Kordel und Freundin Claudia stehen ihr dabei oft zur Seite. Das Buch zeigt, wie viel Glück im mutigen Handeln steckt. Denn Freundschaft und Hilfsbereitschaft kommen für Petronella an oberster Stelle.

Ein wunderbares Buch zum Vorlesen und selber lesen. Es motiviert Kinder in die Natur zu gehen und diese zu erforschen. Genau das Richtige für kleine Entdecker und solche, die es werden wollen.

Neben den Büchern gibt es auch den Kinderatlas Deutschland – Umwelt – Tiere. Er entstand gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Petronella stellt darin die deutschen Natur- und Nationalparke vor. Kinder lernen, wie sie eine Karte richtig lesen, den Kompass benutzen und vieles mehr.

Titel: Petronella Glückschuh – Tierfreundschaftsgeschichten
Autorin: Dorothea Flechsig
Illustratorin: Katrin Inzinger
Verlag: Glückschuh Verlag
Format: Gebunden, 112 Seiten (12,5 x 19,5 cm) mit Lesebändchen und mit farbigen Illustrationen
Alter: 5-10 Jahre
ISBN: 978-3943030501
Preis: 12,95 €

Alle Buchtipps im Überblick.

Vier verschiedene Buchcover vom Dschungelbuch

Rudyard Kipling – der Erfinder von Mowgli

Projekt: Kinder- und Jugendbuchautoren

Welche Altersgruppe spricht der Autor hauptsächlich an?

Der britische Schriftsteller und dichter Rudyard Kipling schrieb 1894 Das Dschungelbuch und 1895 ‚Das zweite Dschungelbuch‘. Aus beiden Büchern sind vor allem die Geschichten von Mowgli berühmt geworden, dem Findelkind, das bei den Tieren des Dschungels aufwächst. Ursprünglich gehört das Buch zum Genre des Entwicklungsromans, da sich Mowgli langsam vom verspielten Kind hin zum Herrscher des Dschungels entwickelt. Es wurde jedoch für alle Altersgruppen angepasst und längst können Kinder ab drei Jahren seine Abenteuer miterleben.

 

Wie groß ist das Gesamtwerk im Kinder- und Jugendbuchbereich?

Neben den beiden Dschungelbüchern gibt es außerdem noch die ‚Just so Stories‘, die er für seine Kinder aufschrieb. Darin beantwortet er typische Fragen von Kindern in kleinen Geschichten:

  • Wie das Kamel zu seinem Buckel kam?
  • Warum der Elefant so einen langen Rüssel hat?
  • Wie das Alphabet entstand?

Mehr als diese drei Bücher hat er nicht für Kinder geschrieben. Das Dschungelbuch um Mowgli zählt zu den absoluten Kinderbuchklassikern. Es wurde vielfach verfilmt, adaptiert und als Hörbuch und Hörspiel aufgenommen. Bis heute lieben Kinder weltweit die Geschichten von Mowgli. Deshalb durfte Herr Kipling in meiner Liste nicht fehlen.

Zwei verschiedene Buchcover der 'Just so stories' von Rudyard Kipling.

 

Wofür ist der Autor besonders bekannt?

Er ist vor allem für die beiden Dschungelbücher bekannt. Allerdings gibt es darin mehr Geschichten, als die meisten wohl kennen:

  • Die Abenteuer rund um Mowgli
  • Die weiße Robbe (beobachtet Robbenschlachten und will seine Artgenossen davor schützen)
  • Rikki-Tikki-Tavi (Mungo, der im Garten einer indischen Familie, diese mehrmals vor giftigen Schlangen rettet)
  • Toomai von den Elefanten (zehnjähriger Sohn eines Elefantenfängers, der den Tanz der Elefanten beobachtet)
  • Dienst Ihrer Majestät (Soldat belauscht sprechende Tiere der indischen Armee in der Nacht vor einer Militärparade)
  • Das Wunder des Purun Bhagat (indischer Politiker wird zum Heiligen, lebt zurückgezogen mit den Tieren bis er Dorf vor einem Erdrutsch rettet)
  • Die Leichenbestatter (Altes Krokodil berichtet Schakal von seinem Leben und wird am Ende von Menschen erschossen)

Ich habe das Dschungelbuch erstmals in alten Heften von meinem Vater gesehen. Sie waren verblichen und ganz brüchig. Damals war ich vielleicht sechs Jahre und sofort fasziniert von den Mowgli. Ich wollte gerne wie er im Dschungel leben zwischen all den Tieren mit einem Bären und schwarzen Panther als Freunden.

 

Welche Ausrichtung hat der Autor?

Rudyard Kipling findet fantastische Bilder, um das Leben im Dschungel zu beschreiben und die Tiere voneinander unterscheidbar zu machen. Dabei sind viele Passagen gedichtet, wovon ich überrascht war. Das hatte ich mir nicht gemerkt und wurde mir nun erst mit der neuerlichen Auseinandersetzung klar. In den Dschungelbüchern steht das Abenteuer an vorderster Stelle. Der Schriftsteller hatte vermutlich ein sehr positives Bild vom Kolonialismus. Zumindest ist keinerlei Kritik in seinen Büchern zu verspüren und im Dschungel betont er eine klare Hierarchie der Tiere. Die Gesetze des Dschungels spielen eine große Rolle und Mowgli wird manchmal vom Bären Baloo körperlich gezüchtigt.

 

Welche Bücher habe ich mir im Detail angehört und warum?

Ich habe mir die ungekürzte Ausgabe der Dschungelbücher angehört, gesprochen von Martin Baltscheit, der selbst ein toller Kinderbuchautor ist. Die Bilder von Rudyard Kipling ließen den Dschungel, Mowgli und die anderen Tiere sehr plastisch vor meinen Augen erscheinen.
Das Kapitel vom Mungo Rikki-Tikki-Tavi gehört mit zu meinen absoluten Favoriten. Aber eigentlich fand ich alle Kapitel spannend. Nur die Robbe hinterließ keinen bleibenden Eindruck bei mir. Da mich das Dschungelbuch schon mein ganzes Leben begleitet, wollte ich gern alle Geschichten daraus kennenlernen und empfinde es als eine große Bereicherung.

 

Wie ist das Werk gealtert?

Ich vermute, dass sich Indien massiv geändert hat. Trotzdem gibt es noch viele ländliche Gebiete und wilde Tiere. Ich finde die Geschichte spannend, hoffe jedoch, dass es keine Elefantenjäger mehr gibt. Der Blick ins alte Indien, vor allem in den Dschungel fasziniert mich und Kinder weltweit. Vermutlich ist die Natur heute weitaus weniger intakt und stabil. Aber vielleicht kann gerade diese Liebe zur Natur und ihren Tieren bewirken, dass wir uns alle mehr für deren Schutz einsetzen. Denn das Dschungelbuch erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit.

 

Was kann ich für mein Schreiben daraus mitnehmen?

Rudyard Kipling erschafft großartige Bilder. Mit wenigen Worten lässt er eine fremde Welt voll sinnlicher Eindrücke entstehen. Die Wortbilder sind fast schon opulent. In vollem Umfang will ich ihn nicht als Vorbild nutzen.

Außerdem gefallen mir seine Dialoge. Er beschreibt die Figuren und ihre Beziehungen zueinander. Die wilden Affen reden völlig verquer. Die Ochsen erscheinen einfältig. Kaa, der Python wirkt überlegen. Grauer Bruder ist loyal und ordnet sich Mowgli unter.

Da in meinen Büchern Tiere eine große Rolle spielen, kann ich viel von Herrn Kipling mitnehmen. Denn er beschreibt die Tiere sehr genau. Ich weiß immer, wer gerade spricht, durch die Wortwahl, den Satzbau und die Formulierungen der einzelnen Charaktere.

Mir gefällt nur nicht, dass jede Spezies bei ihm klar auf Wesensmerkmale festgelegt ist. Alle Affen sind durchgeknallt und ohne Gesetz. Alle Königskobras sind gefährlich und hinterhältig. Dieses System scheint er nur bei den Wölfen zu durchbrechen, wo es ‚Gute‘ und Böse‘ gibt. Da bevorzuge ich den Stil von seinem Landsmann Philipp Pullman, der die Vielfalt auch in seinen tierischen Charakteren darstellt. Bei Herrn Pullman bleiben alle Figuren Individuen, die nie von vorherein in eine Schublade passen.

Zitat von Rudyard Kipling

Zitat im Ballon: Wenn wir den Wald sterben lassen, verlieren Worte ihren Sinn.

Zitat von Günter Grass über die Natur

Was wären wir ohne die Natur? Nichts. Wir können nicht von Nullen und Einsen leben oder Geld essen, nicht einmal Bücher würden uns sättigen. Wir brauchen die Natur. Sie braucht uns nicht.

Wenn wir weiterhin rücksichtslos mit der Natur umgehen, dann werden noch mehr Arten aussterben – Tiere und Pflanzen. Fehlende Arten lassen komplexe Ökosysteme immer fragiler werden. Und irgendwann bricht dann alles zusammen und wir werden selber davon betroffen sein. Die Natur wird sich davon erholen. Neue Arten werden entstehen und die Lücken und Nischen füllen.

Aber mir wäre es viel lieber, wenn dieses Szenario nicht eintritt. Wenn wir als Gemeinschaft im Kleinen und Großen uns bewusst für ein Leben mit der Natur entscheiden, sei es aus Liebe zu ihr oder aus purem Egoismus. Denn auch egoistisch gesehen, ist eine intakte Natur gewinnbringender für den Einzelnen.

Zum Glück engagieren sich viele Menschen in Initiativen und schlagen neue Wege ein. Es entstehen Bewegungen, die ein Leben im Einklang mit der Natur und ihren Geschöpfen anstreben. Dank unserer technischen Entwicklung und unserer Intelligenz muss das nicht zwangsläufig eine Einbuße an Lebensqualität bedeuten, nur ein Umdenken und anders Handeln.

Denn die schönsten Worte, die besten Bücher verlieren ihre Bedeutung, wenn wir unsere Lebensgrundlage zerstört haben.

#Zitatballons – Nr. 49: Wenn wir den Wald sterben lassen, verlieren Worte ihren Sinn. (Günter Grass, deutscher Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker)

Alle Zitate im Überblick.

Foto von einer Elefantenherde, die am Wasserloch trinkt.

Elefantenbestand steigt in Zakouma Nationalpark

Elefanten sind unglaublich faszinierende Tiere – groß und schwer, haben sie ausgewachsen kaum noch natürliche Feinde, außer dem Menschen.

Die Leitkuh führt die Herde und verfügt über ein bemerkenswertes Gedächtnis. Dadurch findet sie in Dürrezeiten Wasserlöcher, die sie lange nicht besucht hat und sichert so das Überleben der Herde.

Der Elefantenbestand geht seit Jahren zurück, durch Wilderei und einen immer kleiner werdenden Lebensraum. Doch zum Glück gibt es viele Initiativen dem Elfenbeinhandel entgegenzuwirken, aufzuklären und Anwohnern bewusst zu machen, dass man auch gutes Geld mit lebenden Elefanten durch Ökotourismus verdienen kann. Und natürlich wird für Großtiere viel Geld gespendet.

National Geographic schreibt regelmäßig über den Kampf gegen den Elfenbeinhandel und für den Schutz dieser größten Landsäugetiere.

Ein Bericht war besonders erfreulich. Im Zakouma Nationalpark verzeichnet die Rangereinheit Mamba 1 große Erfolge und stellt sich Wilderern in den Weg. Die Männer riskieren dabei ihr Leben und haben erreicht, dass sich der Tierbestand langsam erholt. Von 2012 bis 2015 wurden 40 Elefantenkälber geboren. Eine ganz wunderbare Nachricht. Und ich bin mir sicher, dass zukünftig mehr Parks so positive Nachrichten vermelden können.

Ich hatte das große Glück im Herbst 2016 einen Safariurlaub in Namibia unternehmen zu können. Dort sahen wir Elefanten am Wasserloch, wie sie tranken, herumtollten und einmal auch andere Tiere vertrieben. Denn im Vergleich ist ein Nashorn ziemlich klein und weicht den großen Grauen lieber aus. Auch de Hyänen verhielten sich sehr vorsichtig in ihrer Nähe und tranken nur mit großen Abstand von der Herde.

Foto von Elefantenherde, die nachts am Wasserloch trinkt. Im Hintergrund ist ein Nashorn zu erkennen.Wenn wir, die wir Tiere lieben, weiterhin stark vernetzt zusammenarbeiten, mit großen lokalen Anstrengungen, internationaler Unterstützung, online Petitionen und finanzieller Unterstützung, dann werden wir auch in Zukunft viele schöne Naturdokumentationen sehen können.

Der Druck auf Regierungen muss erhöht werden, damit sie Gesetze erlassen, um Lebensräume zu schützen, schwere Strafen für den Handel mit seltenen Arten zu verhängen, und Menschen aufklären, die sich Wunderheilungen von Medizin aus gefährdeten Tieren erhoffen. Die größten Abnehmer für Elfenbein sind China und Südostasien, auch im Nahen Osten gilt ein aufwendig geschnitzter Messergriff als Statussymbol. Ohne ein Ende der Nachfrage wird es schwerfallen, die Bestände im Gesamten zu stabilisieren und zu erhören.

Doch der Einsatz lohnt sich, wie man an dem Beispiel vom Zakouma Nationalpark im Tschad sehen kann.

Wenn wir wollen, wird es besser!

Ich bin davon überzeugt, dass eine Generation von Kindern heranwächst, die Natur wieder völlig neu erleben will und wertschätzt. Engagieren wir uns dafür. Ich werde meinen Beitrag mit Büchern zu diesem Thema leisten. 😉

In der Rubrik ‚It’s getting better‘ findest du mehr positive Nachrichten zum Thema Umweltschutz.

Foto von der Schwanzflosse eines Buckelwals beim Abtauchen ins Meer.

Ozeane vom Plastikmüll befreien

Auf meinem Blog möchte ich unter anderem großartige Projekte vorstellen, die die Welt ein bisschen besser machen.

Dazu zählt „The Ocean Cleanup“. Der 1994 geborene Niederländer Boyan Slat gründete es, nachdem er mit 16 im Urlaub in Griechenland zwischen lauter Plastikmüll schnorchelte und kaum Tiere sah.

Jedes Jahr gelangen unglaubliche Mengen an Kunststoff in die Meere und werden von den Strömungen zusammen getrieben. Durch die Sonneneinstrahlung und andere Faktoren zerfällt der Müll in immer kleinere Teile. Er wird von Meerestieren gefressen und sammelt sich in der Nahrungskette an oder bewirkt, dass Tiere verhungern, weil ihr Bauch mit unverdaulichem Plastik gefüllt ist.

Zur Zeit gibt es fünf große Müllstrudel in den Ozeanen und gewiss jede Menge Kleinere. Der Größte befindet sich im Nordpazifik, der Zweitgrößte im Indischen Ozean, der Drittgrößte im Südpazifik, der Viertgrößte im Südatlantik und der Fünftgrößte im Nordatlantik.

Das Ocean Cleanup Projekt will den Müll im Ozean auffangen. 90% treiben auf der Oberfläche und können deshalb relativ einfach abgeschöpft werden. Stücke ab einer Größe von 20 mm werden durch die Barrieren eingefangen. Vorbeifahrende Schiffe sollen den gesammelten Müll mitnehmen und an Land bringen. Die Einnahmen aus dem recycelten Müll sollen die Erweiterung des Projekts finanzieren. Die konkrete Technologie zum Müll einsammeln, könnt ihr euch auf der Website anschauen.

Am 29. August 2017 wurde ein neuer Prototyp in der Nordsee installiert. Die Nordsee eignet sich sehr gut, da es hier hohe Wellen gibt und raue Bedingungen herrschen, wie auf dem Ozean und das in relativ geringem Abstand zur Küste.

Derzeit werden zwei Arten der Barriere getestet. Beide reichen 10 m ins Meer hinab, sind jedoch auf unterschiedliche Weise mit den an der Oberfläche schwimmenden Elementen verbunden.

Das Projekt hat schon viele Überarbeitungen und Verbesserungen erfahren und die Teammitglieder lernen aus jedem neuen Prototypen wichtige Erfahrungen für die finale Anwendung. 2018 soll die erste große Aufräumaktion im Pazifik beginnen und das Projekt von der Testphase in die Anwendung übergehen.

Zwei Jahre später plant das Team von Ocean-Cleanup, die anderen vier großen Müllstrudel mit Auffangbarrieren auszustatten und die Meere allmählich vom Plastikmüll zu befreien.

Über einen Zeitraum von 10 Jahren sollen ca. 42% des derzeitigen Mülls aus den Ozeanen gefischt werden. Bereits jetzt überlegt das Team von Ocean Cleanup, wie die zukünftige Vermüllung der Meere gleich zu Beginn verhindert werden kann, sodass gar nicht erst Plastik in die Ozeane gerät.

Foto von Meer mit Sandstrand, an dem Robben liegen.Die Gelder wurden komplett durch Crowdfunding aufgebracht. In nur fünf Monaten wurden 2,2 Mio USD von rund 40.000 Spendern aus 160 Ländern gespendet. Das macht die Ocean-Cleanup Kampagne zum bisher erfolgreichsten Projekt. Ein deutlicher Beleg dafür, dass Menschen weltweit die Umwelt schützen wollen.

Den Meisten von uns sind saubere Strände lieber. Wir erfreuen uns an den Tieren die im, am und um das Meer leben.

In diesem Sinne lasst uns alle dazu beitragen. Jeder von uns kann:

  • Plastikverpackungen ablehnen, wo immer möglich
  • Plastik vermeiden und Alternativen wählen
  • Plastik wiederverwenden, wo es Sinn macht
  • Plastik recyclen, sprich korrekt entsorgen

 

Und natürlich können wir solche großartigen Projekte unterstützen, sei es durch unsere Stimme, Spenden, Diskussionen mit Freunden oder anderweitig.

Ich bin davon überzeugt, dass wir zukünftig mehr im Einklang mit der Natur leben können. Dank der Wissenschaft und dem Willen miteinander zu leben, statt unsere Erde auszubeuten, sind ganz großartige Lösungen möglich. 🙂

Es gibt noch mehr positive Umweltentwicklungen.

Zitat im Ballon: Die einzige Welt, in der einer ganz er selbst sein kann, ist die Natur.

Zitat von Boris Leonidowitsch Pasternak über die Natur

Das empfinde ich ganz ähnlich. In der Natur gibt es keine künstlichen Regeln, keine Normen, denen wir uns anpassen müssen, niemanden dem wir imponieren wollen. Wenn wir allein in der Natur sind, gelingt es uns, authentisch zu sein. Und das ist unglaublich entspannend.

#Zitatballons – Nr. 38: Die einzige Welt, in der einer ganz er selbst sein kann, ist die Natur. (Boris Leonidowitsch Pasternak, russischer Dichter und Schriftsteller)

Cover vom Kindersachbuch Eule, Fuchs und Fledermaus

BUCHTIPP: EULE, FUCHS UND FLEDERMAUS

Das Buch führt Kinder auf einem Streifzug von der Abenddämmerung bis zur Morgenröte durch die Nacht. Dabei werden große und kleine nachtaktive Tiere vorgestellt, ihre Pfotenabdrücke verglichen und ihr Speiseplan dargestellt. Die Bandbreite reicht von bekannten Tieren wie dem Fuchs bis zu Exoten wie dem Ziegenmelker. Wir betrachten die verschiedenen Lebensräume im Wald, am See, im Garten und in der Stadt. Dabei erfahren Kinder viel über die Besonderheiten einzelner Tiere. Die Echoortung der Fledermaus wird erklärt. Wir lernen, wie der Wachtelkönig zu seinem Namen kam. Und wusstet ihr, welche lange Reise der Totenkopffalter auf sich nimmt?

Ein wunderbar gestaltetes Sachbuch mit detailgetreuen Zeichnungen. Der nachtschwarze Hintergrund vermittelt die passende Stimmung. Und für kleine Forscher gibt es zum Abschluss noch Tipps für eine Nachtwanderung. Damit diese besser gelingt, sind die Aktivitätsphasen von zehn ausgewählten Tieren angegeben.

Titel: Eule, Fuchs und Fledermaus
Autor und Illustrator: Thomas Müller
Verlag: Gerstenberg Verlag
Format: Gebunden, 64 Seiten
Alter: ab 6 Jahre
ISBN: 978-3-8369-5838-7
Preis: 16,95 €

Zitat im Ballon: Eine Liebe zur Natur ist ein Trost gegen das Versagen.

Zitat von Berthe Morisot zur Natur

Mir gibt die Natur, Kraft, Energie, Inspiration und Ehrfurcht. Wenn es mir nicht gut geht, entspannt mich der Anblick von Grün. Ein alter Baum, der schon seit Ewigkeiten dem Wetter trotz und jedes Jahr aufs Neue sprießt, macht mich glücklich. Deshalb fotografiere ich so gern Bäume. Sie beruhigen mich.

Kinder, die naturnah aufwachsen, können später in ihrem Leben immer wieder aus dieser Kraftquelle Energie schöpfen. Deshalb finde ich es so wichtig, dass es in Großstädten genügend Parkanlagen gibt, in denen die Kleinen spielen und Tiere beobachten können. Berlin bietet da eine Menge und das ist schön.

Tröstet dich die Natur ebenfalls und gibt dir Kraft?

#Zitatballons – Nr. 26: Eine Liebe zur Natur ist ein Trost gegen das Versagen. (Berthe Morisot, französische Malerin)

Zitat im Ballon: Die Menschen müssen fühlen, dass die natürliche Welt wichtig und wertvoll und schön und wunderbar und ein Erstaunen und ein Vergnügen ist.

Zitat von Sir David Attenborough

Sir Attenborough spricht mir aus dem Herzen. Unsere Natur ist so wunderbar und einzigartig. Ich wünsche mir, dass noch unendliche viele Generationen von Kindern sich daran erfreuen können. Mir als Erwachsenem schenkt die Natur immer wieder Kraft, Energie und Freude.

#Zitatballons: Die Menschen müssen fühlen, dass die natürliche Welt wichtig und wertvoll und schön und wunderbar und ein Erstaunen und ein Vergnügen ist. (Sir David Frederick Attenborough, britischer #Tierfilmer und #Naturforscher)