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Coverbild vom Buch "Der Herr der Ringe" und vom Buch "Die Briefe vom Weihnachtsmann"

J. R. R. Tolkien, Begründer der modernen Fantasy

Welche Altersgruppe spricht J. R. R. Tolkien hauptsächlich an?

Der britische Autor schrieb Geschichten für Kinder ab sechs Jahren.
Dazu gehören:

  • Der kleine Hobbit
  • Geschichten aus dem gefährlichen Königreich: Roverandom – Bauer Giles von Ham – Der Elbenstern – Elbenwald – Die Abenteuer des Tom Bombadil und andere Gedichte aus dem roten Buch
  • Die Briefe vom Weihnachtsmann
  • Herr Glück

 

Sein Hauptwerk „Der Herr der Ringe“ ist aufgrund seiner düsteren Darstellung und vielen Schlachten eher für Jugendliche ab 12 oder älter gedacht.

 

Wofür ist J. R. R. Tolkien besonders bekannt?

Sein berühmtestes Werk ist „Der Herr der Ringe“. Es wurde über 150 Millionen Mal verkauft. Damit gehört die Trilogie zu den meistverkauften Geschichten überhaupt. Die Verfilmung durch Peter Jackson erhöhte die Bekanntheit nochmals und löste eine neue Welle der Begeisterung für die 1954/55 veröffentlichte Geschichte aus.

Das Buch „Der Hobbit“ spielt zeitlich vorm Herrn der Ringe und wurde bereits 1937 veröffentlicht. Es ist ebenfalls sehr populär und wurde nach dem Herrn der Ringe verfilmt.

 

Welche Ausrichtung hat der Autor?

J. R. R. Tolkien schrieb sogenannte High Fantasy. Man spricht von High Fantasy, wenn die Geschichte in einer eigenständigen Welt spielt, die in ihren Gesellschaftsstrukturen dem europäischen Mittelalter gleicht. Dabei spielen Mythologie und Fantasiewesen eine große Rolle. Oft werden die Motive alter Sagen aufgenommen und verarbeitet.

Seit seiner Kindheit war J. R. R. Tolkien von Sprachen fasziniert und brachte dieses Wissen in seine Bücher ein. So haben die Elfen eine eigene Sprache, aber auch die bösen Kobolde, die in „Briefe an den Weihnachtsmann“ eine Rolle spielen. Eigene Sprachen sind ein weiteres Merkmal der High Fantasy.

Verschiedene Buchcover von "Der kleine Hobbit" von J. R. R. Tolkien

Verschiedene Aufmachungen der Geschichte „Der kleine Hobbit“, bei derartig erfolgreichen Büchern gibt es für jeden Geschmack die passende Verpackung.

 

Welche Bücher habe ich mir im Detail durchgelesen und warum?

Ich habe alle Filme der Trilogie „Der Herr der Ringe“ gesehen und auch die drei Filme „Der kleine Hobbit“. Vermutlich werde ich sie allerdings nie lesen, da die Fülle an Charakteren für mich recht anstrengend wäre. Filmisch aufbereitet, fällt es mir viel einfacher, nicht mit den Figuren durcheinanderzugeraten.

Kurz vor Weihnachten entdeckte ich das Buch:

  • Die Briefe vom Weihnachtsmann

 

Darin sind alle Briefe inklusive der Zeichnungen gesammelt, die J. R. R. Tolkien von 1920 an seinen Kindern im Namen des Weihnachtsmanns und seiner Helfer vom Nordpol aus schrieb. Mir gefiel die Idee sofort und so musste ich gar nicht lange überlegen und griff nach dem Buch. Episodisch führt er über all die Jahre die Geschichten von Weihnachtsmann und seinem Helfer, dem Polarbären, fort. Sie erleben Schlachten gegen die bösen Kobolde und ab und an passiert ein kleines Unglück.

Der Stil von J. R. R. Tolkien bleibt klar erkennbar. Der „Herr der Ringe“ scheint nicht weit entfernt. Fabelhafte Figuren, Gut gegen Böse und viele witzige Einfälle inklusive eines geheimen Alphabets.

 

Wie ist das Werk gealtert?

Ich hörte immer wieder, dass vor allem im Hobbit seitenlang das Pfeife stopfen erklärt wird. Und diese Ausführlichkeit viele Leser stört. Unsere Zeit ist schnelllebiger geworden. Geschichten werden straffer erzählt. Die geringere Aufmerksamkeitsspanne der Leser und Zuschauer erfordert eine komprimierte Handlung. Ausschmückende Erklärungen sind vielen zu anstrengend und fad. An dieser Stelle ist J. R. R. Tolkien gewiss nicht mehr aktuell. Aber seine Fantasiewelten, der Kampf von Gut gegen Böse, die Komplexität und Vielschichtigkeit begeistern die Menschen heute noch immer. Wahrscheinlich haben die technischen Möglichkeiten des Films sein Werk einem viel größeren Publikum eröffnet.

Ich würde mich selbst nicht zu den großen Fantasyfans zählen, aber spätestens bei den Ents, den baumähnlichen Wesen, war auch mein Herz erobert. Ich liebe Bäume, ihre Kraft, ihre Langlebigkeit, ihre Widerstandskraft und ihre Schönheit. Nie zuvor hatte ich in einer Geschichte gesehen, dass Bäume auf so wunderbare Weise als eigene Charaktere auftraten, wie im Herrn der Ringe.

Die Briefe an den Weihnachtsmann passen heute immer noch hervorragend. Natürlich sind sie durch den Bezug zum 2. Weltkrieg klar erkennbar, als ältere Texte.

 

Was kann ich für mein Schreiben daraus mitnehmen?

Von J. R. R. Tolkien kann ich lernen, wie man Welten aufbaut und sie lebendig werden lässt. Indem er bestimmte Details genau erklärt und diese in sich logisch aufeinander abstimmt, erschafft er fantastische Welten. Sein Buch „Die Briefe vom Weihnachtsmann“ zeigt wunderbar, wie er anfangs von zwei Figuren ausgeht, dem Weihnachtsmann und dem Polarbär. Und Stück für Stück erzählt er Episoden aus deren Leben. Dabei lässt er stets Unwichtiges weg. Alle Details tragen zum Gesamtbild bei und schildern Situationen, die sich aneinanderfügen.

Bis bald,
Eure Nele

Projekt: Kinder- und Jugendbuchautoren